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Geschichts-Schreibung
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Der englische Historiker Edward Gibbon (1737-1794) lästerte dereinst, Geschichte sei kaum mehr, als eine Aufzählung von Verbrechen, Verrücktheiten und Unglücksfällen der Menschheit.

Demzufolge wäre Geschichte ein großes Spektakel.

Im Volksmund heißt es dagegen: Geschichte eignet sich zu nichts anderem als zur Bekämpfung hartnäckiger Schlafstörungen, denn spätestens zwei Minuten nachdem jemand ein Geschichtsbuch aufgeschlagen und darin zu lesen begonnen hat, fällt ihm selbiges unweigerlich aus der Hand und er selbst in komaähnlichen Schlaf. 

Demnach wäre Geschichte eine große Ödnis.  

Die Wahrheit liegt – wie so oft – irgendwo dazwischen. Geschichte ist weder ausschließlich spektakulär noch grundsätzlich trocken, spröde und langweilig. 

Der deutsche Schriftsteller Wilhelm Raabe (1831-1910) hat diese Feststellung mit der folgenden Formulierung auf den Punkt gebracht: „Die Geschichte eines Hauses ist die Geschichte seiner Bewohner, die Geschichte seiner Bewohner ist die Geschichte der Zeit, in welcher sie lebten und leben, die Geschichte der Zeiten ist die Geschichte der Menschheit.“ 

Manches Haus – vielleicht sogar das, in dem Sie momentan wohnen! – hat viele Jahrzehnte, manchmal sogar Jahrhunderte auf dem Buckel. In dieser Zeit bot es den unterschiedlichsten Menschen Schutz und Obdach. Sie alle schrieben auf ihre Art und Weise Geschichte; manche laut und andere leise. Darüber hinaus waren sie alle Teil der Geschichte, also der mehr oder weniger spektakulären politischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Ereignisse, die sich zu ihren Lebzeiten zutrugen. 

Geschichte wird also nicht nur in Hauptstädten gemacht, sondern fand und findet direkt vor unserer Haustür oder in unseren eigenen vier Wänden statt. 

Mein Anliegen ist es, genau diese Geschichte zu untersuchen. Ich möchte die Geschehnisse unter die Lupe nehmen,die mit den Menschen und Häusern vor Ort und in der Region untrennbar und unmittelbar verbunden sind. Ich möchte sie in Worte fassen, sie in die Landes- und Weltgeschichte einordnen und somit für alle Interessierten zugänglich, verständlich und – ganz wichtig! – lebendig machen. Ich möchte folglich aus abstrakter Historie greifbare Geschichte machen! 

Denn: Ganz gleich, ob die Ereignisse nun spektakulär oder eher unspektakulär waren – sie fanden in unserer unmittelbaren Umgebung statt; unsere Großeltern oder Eltern waren daran beteiligt; und eben das raubt der angeblich trockenen Geschichte die Lebensferne, bringt sie uns nah und sorgt dafür, daß wir stets hellwach bleiben.